Häufig gestellte Fragen

Was ist das Ziel von "Spielplätze für alle"
Spielplätze sind für Jung und Alt ein attraktiver Ort der Begegnung. Auch für Menschen mit Behinderung. Leider aber wird beim Spielplatzbau oft zu wenig an deren Bedürfnisse gedacht. Mit der Konsequenz, dass sich behinderte Kinder nur selten auf Spielplätzen vergnügen können. Damit sich dies ändert, engagiert sich die Stiftung Denk an mich. So sollen in den kommenden Jahren in sämtlichen sieben Grossregionen der Schweiz Spielplätze entstehen, die allen, auch Menschen mit Behinderung, ein unbeschwertes, gemeinsames und damit integratives Spielvergnügen bieten.

Wie sieht ein "Spielplatz für alle" aus?
Grundsätzlich gibt es keine normierten Spielplätze. So ist jeder "Spielplatz für alle" individuell und wird den Gegebenheiten vor Ort angepasst. Der Hauptfokus liegt bei der Zugänglichkeit. Menschen in Rollstühlen sollen sich unbehindert auf Spielplätzen bewegen können. Dies bringt auch Menschen ohne Behinderung Vorteile: Der Zugang wird auch für Kinderwagen problemlos möglich sein. Daneben achten die Planer darauf, dass Spielgeräte verwendet werden, die auch Kinder mit Behinderung benutzen können. Damit können sich Menschen mit einer Behinderung im öffentlichen gesellschaftlichen Leben integrieren - wie es die Gesetzgebung vorsieht.

Seit 1999 ist die Gleichstellung von Menschen mit und ohne Behinderung in der Bundesverfassung verankert. Im Januar 2004 trat das Bundesgesetz über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen in Kraft (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG). Es "setzt Rahmenbedingungen, die es Menschen mit Behinderungen erleichern, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und insbesondere selbstständig soziale Kontakte zu pflegen, sich aus- und fortzubilden und eine Erwerbstätigkeit auszuüben". Weitere Informationen dazu finden unter folgendem Link.

Für welche Behinderungen sind die Spielplätze geplant?
"Spielplätze für alle" werden nicht für Menschen mit spezifischen Behinderungen geplant und gebaut. Entscheidend ist vielmehr, dass die Bedürfnisse aller Spielplatz-Besucher berücksichtigt werden. Das heisst nichts anderes, als dass auf "Spielplätzen für alle" alle Menschen - mit oder ohne Behinderung - aktiv am Spiel teilhaben können.

Sind "Spielplätze für alle" teurer als herkömmliche Spielplätze?
Nein. Wenn Spielplätze von Anfang an richtig geplant werden, entstehen keine zusätzlichen Kosten.

Ist die Integration von Menschen mit einer Behinderung nicht Aufgabe des Staates?
Die Integration von Menschen mit einer Behinderung lässt sich nicht per Gesetzsprechung durchsetzen. Denn Integration beruht letztlich auf der Bereitschaft der Menschen, andere in ihre Gesellschaft aufzunehmen. Die Integration von Menschen mit einer Behinderung hängt darum von jeder und jedem einzelnen ab. Tagtäglich entscheiden wir mit unserem Handeln in Alltag, Beruf, Freizeit und Nachbarschaft, ob behinderte Menschen integriert werden - oder nicht. 

Die Stiftung Denk an mich engagiert sich, damit diese Bereitschaft wächst. Und damit Menschen mit einer Behinderung gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben wie beispielsweise auf Spielplätzen teilnehmen können. Das Projekt "Spielplätze für alle" wird darum vom "Eidgenössischen Büro für Gleichstellung von Menschen mit einer Behinderung" finanziell und ideell unterstützt. Somit trägt der Staat viel zum Gelingen des Projekts mit.

Hat die Stiftung Denk an mich zu viel Geld?
Nein. Nur dank einem grosszügigen Legat von Monika Wirz-Römer (Künstlername: Monica Morell) kann Denk an mich die Integration von Menschen mit einer Behinderung auf Spielplätzen unterstützen. Dies ist ein wichtiges Anliegen der Stiftung, die sich seit über 40 Jahren für Ferien- und Freizeitaktiviäten von Menschen mit Behinderungen einsetzt. 

Früher unterstützte Denk an mich nur Ferien für Behinderte. Warum hat sich das geändert?
Seit der Gründung der Stiftung vor über 40 Jahren hat sich die Situation und Akzeptanz von Menschen mit Behinderungen verändert. Genau wie das Ferien- und Freizeitangebot. Darum hat Denk an mich heute die Möglichkeit, neben Projekten, welche an die Stiftung herangetragen werden, auch eigene Aktionen zu ermöglichen, die dem Stiftungszweck entsprechen.
Denk an mich wird also neben Spielplätzen weiterhin Ferien für Menschen mit einer Behinderung unterstützen. Und das im gleichen Umfang wie bis anhin.
Stiftungszweck

Ich möchte, dass meine Spende nur für Ferien verwendet wird. Ist das überhaupt möglich?
Ja. Wenn bei Ihrer Spende nichts Besonderes vermerkt ist, unterstützen Sie mit Ihrem Geld Ferien und Freizeit für Menschen mit einer Behinderung. Bei den "Spielplätzen für alle" wird eine möglichst hohe Fremdfinanzierung durch Sponsoring und Fundraising angestrebt. Denn nur wenn starke Partner in das Projekt eingebunden sind, lässt es sich schnell und reibungslos verwirklichen.

Wie viele Kinder mit Behinderungen gibt es in der Schweiz?
Konkrete Zahlen, insbesondere zu Kleinkindern mit Behinderungen, existieren nicht. Was man aber weiss: 5,3 % aller jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren leben mit einer Behinderung.
Bei "Spielplätze für alle" geht es jedoch nicht nur um Kinder mit Behinderungen. Auch Eltern und Grosseltern mit einer Behinderung sollen ihre Kinder auf den Spielplatz begleiten können. Und gerade in dieser Bevölkerungsgruppe nimmt der Anteil der betroffenen Menschen deutlich zu: So lebt in der Altersgruppe über 65 Jahren jede/r Fünfte und über 75 Jahren bereits jede/r Vierte mit einer Behinderung. Das Bedürfnis für "Spielplätze für alle" ist also gross.