Räuberleben in Valata.

Bericht von Ruben Rod, Lagerleiter des von pro audito schweiz durchgeführten Kinderlagers, eine von vielen sinnvollen Ferienwochen, die durch die Stiftung Denk an mich unterstützt werden.

Das diesjährige pro audito-Kinderlager stand ganz im Zeichen der Räuber! Schon die Ankunft glich einem Überfall: Rasch waren die Zimmer erobert und die Plätze an den Esstischen abends von den grossen und kleinen Räuberinnen und Räubern in Beschlag genommen.

Räuberisch ging es während des ganzen Lagers zu und her. Abends wurde wie in einer Bande gesungen, und Räubergeschichten prägten das Lagergeschehen. Sei es in den Gruppen beim Geschichtenvorlesen oder im Rahmen einer Rucksackentführung, in deren Verlauf die Bekanntschaft mit dem Leben der Räuberin Hanna und sogar den Bären in der Schweiz gemacht wurde. Am Spieltag musste eine ganze Reihe von Räuberprüfungen bestanden werden, bei denen man sich durch Teamwork bewähren musste. Nach der Zusammensetzung eines rätselhaften Puzzles konnten die geprüften Räuberinnen und Räuber gemeinsam einen unheimlichen Weg voller merkwürdiger Dinge und Geräusche begehen, um aus einer echten Schatztruhe das goldene Schoggi-Erbe eines geheimnisvollen Raubherren als Krönung in Empfang zu nehmen! 

Spannend zu und her ging es auch bei den Workshops. Munter wurde Tauschhandel wie zu früheren Zeiten auf offener Strasse betrieben, ein Leben der Räuber im Wald geführt, ein richtiger Räuberfilm gedreht und echte Münzen gefälscht! In einen James-Bond-Räuberfilm versetzt fühlte man sich beim Anblick der eleganten und geschminkten Räuberinnen und ihrer Kumpanen. Cool und souverän wurde an der Räuberdisco im flackernden Zwielicht gefeiert und getanzt. Weniger beherrschen konnten sie sich während des Räuberlottos, wenn die ausgerufene Zahl schon wieder knapp danebenlag und alle einem Gewinn entgegenfieberten. Zum Glück ging schliesslich niemand leer aus! Entspannen konnten sich die Räuberinnen und Räuber am Abschlusstag. Zunächst mit Räuberkino, danach am Räuberdinner, wo die Räuberleiterinnen und Räuberleiter die grosse Bande bedienten. Abschliessend wurden der selbstgedrehte Räuberfilm und die Bildershow genossen. 

Nach der berüchtigten „letzten Nacht“ ging schliesslich die Sonne über Valata auf, um der grossen, zehn Tage lang zusammengewachsenen Räuberbande den Abschied zu erleichtern. Bis ganz am Schluss auf den Bahnhöfen in Chur, Zürich oder Bern und vielleicht sogar darüber hinaus fühlten sich alle wie kleine und grosse Räuber!